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Dienstrad - steuerlich gefördert

Seit 2012 werden Dienstfahrräder steuerlich weitgehend wie Dienstautos behandelt.

 

Arbeitgeber können ihren Mitarbeiter (Elektro-)Räder besorgen und auf für die private Nutzung zur Verfügung stellen. Arbeitnehmer müssen monatlich 1 Prozent des Brutto-Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern, wenn sie das Dienstfahrrad auch privat nutzen.

 

Die Anschaffung eines hochwertigen Fahrrads als Dienstfahrzeug, sowie die laufenden Kosten können als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

 

Anders als beim Dienstwagen muss beim Dienstrad für den Arbeitsweg kein Aufschlag von 0,03 Prozent pro Entfernungskilometer versteuert werden. Dieser fällt nur für E-Bikes und S-Pedelecs an, die schneller als 25 Stundenkilometer fahren können.

Als Entfernungspauschale dürfen für jeden Arbeitstag 30 Cent pro Entfernungskilometer in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

 

Besonders beliebt sind Leasingräder: So kann der Arbeitgeber Aufwand sparen. In der Regel läuft der Leasingvertrag über 36 Monate und beinhaltet eine Vollkasko-Versicherung.

Selbst wenn der Arbeitnehmer teilweise oder komplett die Leasingrate für ein hochwertiges Dienstrad per Gehaltsumwandlung zahlt, kann sich dies rechnen. Damit senkt er sein steuer- und sozialversicherungspflichtiges Bruttogehalt.

 

Das Unternehmen Jobrad ist ein Pionier der Branche: “Nach einem etwas trägen Anlauf habe sich die Zahl der Unternehmen, denen Jobrad Leasingangebote vermittelt, in den vergangenen Jahren stetig vergrößert”, so Firmensprecherin Tina Barth im Handelsblatt.

“Im September 2015 waren es 1000, ein knappes Jahr später 2800, inzwischen zählt man 4800 Unternehmen mit eine Million Beschäftigten (Stand: Juli 2017) zum Kundenkreis. Kleine Firmen leasen auch einmal nur eine Handvoll Räder, große Firmen durchaus mehrere tausend.”

 

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/leasing/das-geschaeft-mit-dienstrad-leasing-blueht-e-bike-statt-e-klasse/20098460.html





Nur ein weiteres Spendenprojekt?

Projekte und Initiativen, die Spenden sammeln, gibt es viele. Die Spendensammlung steht auch bei uns im Vordergrund und ist unser Hauptanliegen.

Daneben wollen wir aber auch eine wichtige weitere Botschaft transportieren: Jeder, jedes Unternehmen, jede Bürgerin, jeder Bürger etwas bewegen kann, und zwar unabhängig von seinem Einkommen und seinen Umsätzen.

 

Unsere Vision ist es, jedes Unternehmen zu einem Sozialunternehmen zu machen. Wir wollen zum Nachdenken anregen. Wir wollen zeigen, dass sich soziales Engagement auch monetär lohnt und nur die Unternehmen zukunftsfähig sind, die nachhaltig wirtschaften.

 

Wir wollen keine Spenden umlenken. Wer bisher (als Unternehmen) schon gespendet hat, soll weiter spenden. Wer eine soziale Einrichtung unterstützen möchte, tut besser daran, die Einrichtung direkt zu unterstützen, als es über uns zu tun, das ist effektiver. Es geht uns um das Werbebudget, nicht um das Spendenbudget.

 

Wir lenken eine Ressource, das Werbe- und Marketingbudget von Unternehmen, so um, dass es dem sozialen Sektor zugute kommt. Wir wollen damit darauf aufmerksam machen, dass es sicher viele weitere solche Ressourcen gibt, die bisher ungenutzt sind. Wir wollen, dass sich Entscheider in Unternehmen, in der Zivilgesellschaft und im sozialen Sektor auf der Suche nach solchen Ressourcen machen.

 

Unser Schirmherr - Sozialbürgermeister Martin Lenz

KARLSRUHER SPENDENRADELN: Einfach radeln. Einfach spenden. Einfach Karlsruhe.


 

Liebe Karlsruherinnen und Karlsruher,


Als Sozialbürgermeister der Stadt Karlsruhe ist es mir eine ganz besondere Freude, die Schirmherrschaft für das Karlsruher Spendenradeln 2018 zu übernehmen.
Diese Initiative schafft wirkliche Synergieeffekte: Sie verbindet Wirtschaftsförderung und Stärkung des sozialen Bereiches. Sie vereint alle Akteure in Karlsruhe: Die lokale Wirtschaft und die Zivilgesellschaft, die Stadtverwaltung, Vereine und Wohlfahrtsverbände. Zudem wird die Fahrradmobilität gefördert.

Die Initiative Karlsruher Spendenradeln ist die erste in dieser Form und zeigt, dass Karlsruhe hier wieder einmal Pionierfunktion übernimmt: Wir sind nicht nur Stadt der Wissenschaft und Technologie, sondern auch soziale Stadt.


Beim Karlsruher Spendenradeln werben lokale Unternehmen auf bunten “Fahrrad-Displays”, radgroßen Kunststoffscheiben in den Radspeichen von Karlsruher Radfahrerinnen und Radfahrern. Als Gegenleistung spenden die Unternehmen an soziale Einrichtungen in und um Karlsruhe.

Höhepunkt der Aktion ist die Spendenübergabe im Rahmen des Mobilitätsfestes am 16-17. Juni, bei dem die Ehrung der Sponsoren, ebenso wie eine große Tombola für die Radfahrer stattfindet.
Teilnehmen kann jedes Unternehmen, vom Konzern bis zum Einzelunternehmen. Die Unternehmen wählen die soziale Einrichtung aus. Die Fahrrad-Displays können sie über die
Website des Karlsruher Spendenradeln bestellen. Sie können die Fahrrad-Displays an ihre Mitarbeiter vergeben, aber auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger. Datum und Ort, an dem die Displays von den Bürgern abgeholt werden können, werden auf der Website und Facebook-Seite des Karlsruher Spendenradeln bekannt gegeben.

Es findet ein Stadtteilwettbewerb statt: Beim Mobilitätsfest wird dem Bürgerverein des Stadtteils, der am meisten Spenden generiert hat, den symbolischen Preis des
“Fahrrad-Helden” überreicht.

Ich wünsche mir, dass diesen Sommer die ganze Stadt voller “Fahrrad-Displays” ist, dass in Karlsruhe eine echte soziale Bewegung entsteht - sowie langfristige Partnerschaften
zwischen den Unternehmen und den geförderten sozialen Einrichtungen, auch über den Aktionszeitraum hinaus.


Ich freue mich darauf, die Sponsorunternehmen am 16-17.06 ehren zu dürfen und hoffe auf ein möglichst hohes Spendenergebnis!

 

Spendenradeln - gab es das schonmal? Gibt es das anderswo?

Das Karlsruher Spendenradeln ist der allererste Wurf!

Weil Karlsruhe die Heimatstadt von Fahrrad-Erfinder Karl Drais war und laut dem ADFC (Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club) zu den fahrradfreundlichsten Städten Deutschlands zählt, haben wir uns entschieden, das erste städtische Spendenradeln hier stattfinden zu lassen.

Die Förderung von Fahrradmobilität wird in der Stadtverwaltung groß geschrieben. „Karlsruhe freut sich sehr, sich auch weiterhin als fahrradfreundliche Stadt bezeichnen zu dürfen“, betonte Bürgermeister Michael Obert in der Stadtzeitung. „Eine große Aufgabe für die Zukunft sehen wir in der geplanten Anbindung an die Region mithilfe von Radschnellwegen, um noch mehr Pendler zum Umsteigen aufs Fahrrad zu motivieren und unsere Innenstadt vom Autoverkehr zu entlasten“, so Obert. Karlsruhe habe schon viel erreicht, „wir sehen jedoch auch, dass uns die Aufgaben in Zukunft nicht ausgehen werden“.

Mit dem KIT, mitten in der Technologieregion, mit ihren reichhaltigen Geschichte an Wissenschaftlern, Erfindern und Unternehmern ist Karlsruhe ideale Pionierstadt für eine Aktion, die Wirtschaftsförderung und Nachhaltigkeit verbindet!

In den nächsten Jahren sollen Spendenradelaktion in weitere Städten hinzukommen - den weiteren Fahrradstädten Baden-Württembergs! Dennoch bleibt das Organisationsteam des Karlsruher Spendenradelns, das Startup Meinfahrradspendet, Karlsruhe besonders verbunden - hier ist unsere Homebase!

Wie bei allem, ist jeder Anfang schwer, und es dauert seine Zeit, bis Abläufe optimal funktionieren. Wir freuen uns über Feedback, damit die Aktion nächstes Jahr noch besser wird und noch mehr Spenden generiert werden.

https://presse.karlsruhe.de/db/stadtzeitung/jahr2017/woche50/mobilitat_fahrradstadt_ausgezeichnet.html

http://home.meinestadt.de/deutschland/fahrradfreundliche-gemeinden

Share economy - Interview mit Zoe Mayer

Zoe Mayer wurde 2014 als jüngste Stadträtin in der Geschichte des Karlsruher  Gemeinderats gewählt. Wir haben mit ihr über Sharing Economy gesprochen. Der Begriff Sharing Economy, beschreibt Modelle, die eine geteilte Nutzung von ganz oder teilweise ungenutzten Ressourcen ermöglichen: Weg vom Besitzen, hin zum Teilen.

 

Karlsruher Spendenradeln: Zoe, wo siehst du denn das größte Potential für Share economy?

Zoe Mayer: Derzeit wird in Karlsruhe besonders gerne im Hinblick auf Mobilität geteilt. So ist zum Beispiel das Carsharing in Karlsruhe ein Erfolgsprojekt, das in den kommenden Jahren sicher noch mehr Zulauf erhält. Ich sehe in Karlsruhe aber eigentlich in fast jedem Bereich noch große Potentiale. Vom Teilen von Grünflächen über einen geplanten Mitmachladen in der Oststadt, der Haushaltsgegenstände verleiht, ist in Karlsruhe fast alles möglich.

 

Karlsruher Spendenradeln: Welche Projekte und Initiativen gibt es denn in Karlsruhe?

Zoe Mayer: Es gibt wirklich schon viele Ansätze der Share-Economy in Karlsruhe. Diese alle aufzuzählen sprengt hier sicher den Rahmen. Einige Beispiele kann ich Dir trotzdem gerne nennen. Carsharing und Bikesharing, Bürgerprojekte wie die Büchertelefonzellen überall im Stadtgebiet und urban-gardening Projekte sind prominente Beispiele. Auch die Nachbarschaftsplattform nebenan.de hat in Karlsruhe bereits ein großes Netzwerk. Hier kann man beispielsweise alltägliche Dinge von Menschen aus der Umgebung ausleihen. Aus Karlsruhe stammen auch diverse Start-ups die sich mit dem Thema des Teilens außeinandersetzen. Zwei Karlsruher Projekte sind zum Beispiel store2Be und Sharewood-Forest. Die Plattform Sharewood-Forest dient zur Vermittlung privater Grundstücke für ein naturnahes Camping Erlebnis. Der Online-Marktplatz store2be ist eine Plattform, die temporäre Anmietung von Aktions- und Verkaufsflächen im stationären Handel ermöglicht. Ein anderer für Karlsruhe interessanter Ansatz ist das Projekt der Gartenpaten. Es vermittelt zwischen Menschen, die einen Garten oder eine Streuobstwiese zum Anbau von Obst und Gemüse nicht alleine bewirtschaften möchten oder können und gartenlosen Gartenfreunden mit ausreichend Freizeit oder den notwendigen Werkzeugen hierfür.

 

Karlsruher Spendenradeln: Viele Projekte basieren auf Digitalisierung und somit auf Aktionen und Initiativen von Privatpersonen und Startups. Was macht Karlsruhe, oder was kann denn die öffentliche Hand machen, um share economy zu fördern?

Zoe Mayer: Das kommt ganz auf das Projekt an. Bei Verkehrsprojekten wie dem Carsharing sind beispielsweise städtische Flächen für Parkplätze interessant. Für einige Projekte aus der Bevölkerung kann eine finanzielle Unterstützung notwendig sein. Für rein kommerzielle Projekte von privaten Anbietern ist meist das städtische Netzwerk interessant, um sinnvolle Projekte zu bewerben und bekannt zu machen.

 

Karlsruher Spendenradeln: Durch Teilen statt Besitzen können sich verknappende Ressourcen geschont werden. Welche Hindernisse (im Sinne von Einstellung) müssen denn überwunden werden, um Menschen weg vom Besitzen hin zum Teilen zu bewegen? Was hat sich da deiner Meinung nach in den letzten Jahren getan, gerade auch in Karlsruhe?

Zoe Mayer: Ich denke das erste Hindernis ist das im Kopf. Der eigene Besitz hat in unserer Gesellschaft in vielen Bereichen einen sehr hohen Stellenwert. Ich denke jedoch das Bewusstsein und die Freude am Teilen nimmt in unserer Gesellschaft zu. Eine zweite und sicher sehr maßgebliche Hürde ist mit Sicherheit die eigene Bequemlichkeit. Wenn Sharing-Angebote kompliziert oder weit weg sind, dann ist der eigene Besitz oft problemloser. Lokale und niederschwellige Angebote sind deshalb das A und O. Übers Internet ist das heute natürlich leichter geworden als früher.

 

Karlsruher Spendenradeln: Neben den vielen positiven Aspekten gibt es auch kritische Stimmen, die z.B. Auswirkungen wie die Verteuerung von Wohnraum durch AirBnB beobachten. Wie siehst du das?

Zoe Mayer: Ich denke AirBnB ist da schon ein besonderes Projekt. Es geht hier ja nicht nur ums Teilen, sondern auch um Zweckentfremdung. Teilen tue ich, wenn ich meine eigene Wohnung im Urlaub vermiete oder ein nicht immer ausgelastetes Gästezimmer verleihe. Zweckentfremdung findet dann statt,  wenn eine für Wohnraum gedachte Wohnung zur Ferienwohnung umgestaltet wird. Durch Teilen soll das Angebot und die Auslastung ja wachsen und nicht geringer werden.

 

Karlsruher Spendenradeln: Was verbindet dich persönlich mit dem Bereich Share economy?

Zoe Mayer: Ich teile und verleihe privat sehr gerne und bin immer offen dafür sharing-Angebote auszuprobieren.